Dankbarkeit und wieso ich trotz des Baumpflanzhypes noch Baum pflanze

Inzwischen pflanzen Supermärkte, Baumärkte, Kinos, Blogger, die Deutsche Bahn und viele Privatpersonen Bäume. Der Klimawandel ist im Bewusstsein Vieler angekommen und eine sinnvolle „Kompensation“ scheint das Bäume pflanzen geworden zu sein.

Nachdem ich diese Erde vor zwei Jahren fast verlassen hätte, ist bei mir immer wieder die Frage aufgetaucht, welches mein persönlicher Beitrag in diesem Leben ist, die Erde zu einem heileren, friedvolleren und bewohnbareren Ort für meine –und damit alle anderen Kinder dieser Erde- zu machen. In dem Zusammenhang habe ich mich viel mit der Sinnlosigkeit versus Sinnhaftigkeit von Bäume pflanzen beschäftigt.

…und ich habe mich trotz aller kritischer Gedanken, die auch ich habe dafür entschieden mit treesisters Bäume zu pflanzen. Und vor allem deshalb, weil es mir wirklich Freude bereitet. Für jede Behandlung, jede Körpermeditation, für jeden Yogaschüler… für jedes Angebot, dass ich in meiner Praxis und irgendwo sonst auf der Yogamatte begleite.

Unabhängig davon, dass es bei treesisters nicht um „blindes Bäumepflanzen“ oder „reine CO2Kompensation“ geht, gibt es für mich viele hervorragende Gründe, warum das Bäume pflanzen mit Ihnen für mich sehr sinnstiftend erscheint. Sie mögen teilweise sehr „irrational“ sein (nämlich mit dem rechten Teil unseres Gehirns) und das ist wahrscheinlich gleichzeitig diese typische „weibliche“ und gefühlsbezogene Qualität und Art Vision, die es in den Zeiten des Wandels und der Umbrüche auf der Erde gerade besonders braucht.

Für mich ist jeder Baum den ich pflanze gleichzeitig auch eine Wertschätzung & ein Akt der Dankbarkeit für jeden persönlichen Heilungsschritt, für jeden Schritt in Richung Persönlichkeitsentwicklung und Potenzialentfaltung. Für jeden Schritt bei mir selbst und bei jedem Menschen, den ich auf diesem Weg begleiten darf.

In einem größeren Zusammenhang ist jeder dieser Schritte wahrscheinlich  Teil meines klitzekleinen Beitrags zur Heilung auf dem Weg zu einer holistischen Betrachtungweise unserer Menschseins.

Die Trennung von Körper & Geist ist meiner Ansicht nach eine der größten Herausforderungen unserer modernen Zeit und steht in direktem Zusammenhang mit dem Ausmass der Zerstörung unserer Umwelt, die wir im Aussen beobachten können. Und deshalb ist jeder innere Heilungsprozess gleichzeitig ein potenzieller Heilungsschritt für das Kollektiv der Menschheit und für die Erde. Und Heilung bedeutet aus meiner Perspektive als Craniotherapeutin oder Yogalehrerin das Bewusstsein vom Kopf wieder nachhause in den Körper bringen. Und Gefühle auf körperlicher Ebene wahrnehmen uund verkörpern. Embodiment.

Indigene Völker haben sich eine tiefe Verbindung zu Mutter Erde erhalten und praktizieren stets Dankbarkeit für alles, was das Leben ihnen schenkt. Wieso nicht auch in unserer Alltagsrealität immer mehr Dankbarkeit und Reziprozität kultivieren, die wir durch kleine Taten wie Worte, Pausen, Entschleunigung und Gesten praktizieren können. Ein Zustand von Dankbarkeit, der jedes (Er-) Leben in eine Möglichkeit verwandelt gerade  schwierige Momente und Krisen in wirkliche Wachstumtspotenziale zu transformieren.

Bei mir manifestiert sich diese Dankbarkeit auf beruflicher Ebene nun durch einen gepflanzten Baum mit jedem Angebot, das ich begleiten darf.

Hier noch ein paar Originalworte und Gedanken von treesisters:

About TreeSisters: TreeSisters invites everyone to do as much radical good as they can for the planet. Our global network of treesisters are transforming both lives and landscapes in extraordinary ways. TreeSisters offers unique global programs that focus on encouraging women’s leadership, Nature-connection, and significant behaviour change as we make the shift from being consumers to restorers. TreeSisters is funding the restoration of environments, biodiversity and communities within 10+ major ecosystems around the world, through a diverse portfolio of vetted, trusted reforestation projects. Join us in making ecological restoration the new normal – www.treesisters.org 

“We are about to witness the single greatest consumer driven, values-based transformation of business ever seen: A new norm of social and ecological awareness, care and regeneration embedded into everything in order to fulfil public need to become part of the solution.” Clare Dubois, Founder & CEO, TreeSisters

“Women are the greatest untapped resource on this planet. Women are wild, powerful forces of nature. But how many of us have become tidy, contained, acceptable versions of ourselves when raging rivers run beneath the surface? We need those rivers, let loose in creative expression and audacious action. Freed up and bonded together we could move mountains. What could be more needed than millions of heart centered women offering their gifts in service to the one who Mothers us all?” ~ Clare Dubois, Founder & CEO, TreeSisters

“What befalls the Earth, befalls the children of the Earth.” – Chief Seattle

Craniosacraltherapie für Eltern mit Babies im wunderschönen Elternbabyzentrum Basel

Jedem Anfang wohnt bekanntlich ein Zauber inne

Doch manchmal stellt uns der Lebensanfang unserer Kinder vor nie dagewesene Herausforderungen. Oder es läuft einfach völlig anders, als wir uns gewünscht haben. Aber aus jeder schwierigen Erfahrung, kann gleichzeitig eine Kraft und ein Potenzial entstehen. Durch sanfte Berührungen werden Anspannungen abgebaut, Gesundheit und Ressourcen bei jedem Einzelnen und damit im ganzen Familiensystem gestärkt.

Wenn der Körper den Raum bekommt, können Erfahrungen rund um die Geburt verarbeitet und integriert werden. Nach einer anspruchsvollen Geburt können sich belastete Strukturen durch die sanfte Behandlung regenerieren. Und meistens kommen Babies erst dann zur Ruhe, wenn die Eltern wieder mehr in Verbindung mit sich sind.

Zu meinem Angebot gehört neben craniosacralen Berührungen auch Elternberatung und Anleitungen für Berührungen und Übungen, die Eltern ganz konkret im Alltag umsetzen können.

Ich habe zwei Kinder, die ich von Anfang an viel berührt habe und demütig bestaunen konnte, wie Babies auf sanfte, raumgebende Berührung reagieren. Oft scheinen sie zu wissen und zu spüren, ob und wann sie Berührung wollen und welche Berührungsqualität sie dann brauchen. Nach der Erfahrung eines sehr einschneidenden Kaiserschnitts bei der Geburt meines zweiten Kindes bin ich sehr gut damit vertraut, was das für eine Mutter, ihr Baby und damit für das ganze Familiensystem körperlich, psychisch und emotional bedeutet. Ich begleite Eltern mit Babies bei dem Prozess, wie aus einer potentiell schmerzvollen und traumatischen Erfahrung auch gleichzeitig viel Kraft, Freude und persönliche Entwicklung entstehen kann.

Als Ergotherapeutin beobachte und erfasse ich auch entwicklungsspezifische Meilensteine in der pränatalen Zeit und nach der Geburt, um Kindern und Babies eine selbstbestimmte und identitätsstiftende Teilhabe am Leben zu ermöglichen und den Übergang in die Kita zu erleichtern. Verzögerte Entwicklungsschritte und verbleibende kindliche Reflexen (die normalerweise von willentlicher Bewegung abgelöst werden), können der Entwicklung von Babies und Kindern im Weg stehen.

Klingt komplizierter, als es ist. Die folgenden Fragen veranschaulichen den Alltagsbezug:

Wieso schreit mein Baby immer? Oder immer dann, wenn ich es hochnehme? Wie kann ich alltägliche Dinge, wie zum Beispiel das Wickeln so gestalten, dass mein Baby lernt diese Reize besser zu verarbeiten ohne überfordert zu sein?

Wieso hat mein Baby sehr wenig oder sehr viel Muskelspannung und kann z.B. lange den Kopf nicht selbständig halten?

Was ist überhaupt „normale Entwicklung“? Gibt es ein Zeitfenster, in dem mein Kind bestimmte Entwicklungsschritte machen „sollte“?

Wie wichtig ist Hören und Sehen (und noch viel mehr) für die motorische Entwicklung von Babies?

Ist es wichtig, dass mein Baby krabbelt, bevor es läuft?